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Alana malt das abstrakte Gemälde Deep Soul

Ich in meinem Element

Wenn ein Werk entsteht, drifte ich komplett aus dem Alltag heraus und verliere mich für eine Weile ganz im Prozess.

ABOUT

Wenn ich male, wird es still.

Meine Sprache

Der Alltag tritt zurück, und ich bewege mich in einen Raum, in dem Gefühl und Farbe dieselbe Sprache sprechen.

Abstrakte Kunst ist für mich Freiheit. Sie muss nichts erklären, nichts abbilden und nichts beweisen. Sie darf einfach wirken und bewegen. Genau darin liegt für mich ihre Kraft.

Sie gibt mir die Möglichkeit, Dinge zu verarbeiten, die ich erlebt habe, und Gefühle auszudrücken, für die es manchmal keine Worte gibt. Ich kann mich von dem lösen, was etwas sein sollte, und stattdessen dem folgen, was sich in diesem Moment richtig anfühlt.

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Was meine Werke ausdrücken

Meine Werke erzählen Geschichten. Jedes einzelne trägt einen Teil meines Lebens in sich und spiegelt eine bestimmte Phase, ein Gefühl oder einen inneren Zustand wider.

Je nachdem, wo ich gerade im Leben stehe, fühle ich mich zu anderen Farben, Materialien und Ausdrucksformen hingezogen. Manche Werke entstehen aus Ruhe und Leichtigkeit, andere aus Spannung, Verletzlichkeit, Sehnsucht oder innerem Konflikt. Wenn ich meine Arbeiten aus unterschiedlichen Jahren nebeneinander sehe, erkenne ich darin auch meine eigenen verschiedenen Lebensphasen wieder.

Genau das fasziniert mich an abstrakter Kunst. Gefühle müssen nicht erklärt werden. Sie können über Farbe, Schichtung, Bewegung und Material sichtbar werden.

Meine Gemälde sollen deshalb nicht nur dekorieren, sondern begleiten. Im Raum, im Blick und im Gefühl. Manchmal sind sie leise, manchmal fordern sie etwas heraus. Und manchmal öffnen sie genau dort etwas, wo Worte zu klein werden.

Dabei ist nicht jedes Werk vollkommen oder folgt einer perfekten Komposition. Gerade weil vieles intuitiv aus dem Inneren entsteht, sind manche Bilder wie ein Schnappschuss eines bestimmten Gefühlszustands. Auch darin liegt für mich ihr Wert. Sie halten etwas fest, das in diesem Moment wahr war.

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Wie meine Werke entstehen

Meine Werke entstehen aus Emotionen, Momenten und Erfahrungen des täglichen Lebens. Ich beginne manchmal mit einer Idee, aber nur selten weiß ich vorher genau, wie ein Gemälde am Ende aussehen wird.

Der Prozess ist selten geradlinig. Ich setze Schichten, löse sie wieder an, übermale, verdichte, öffne Flächen und lasse Spuren stehen. Oft verändert sich ein Werk während des Malens vollständig. Ich reagiere auf das, was auf der Leinwand passiert, und darauf, was sich in diesem Moment richtig anfühlt.

Ein gutes Beispiel dafür sind meine beiden Werke Compromise. Sie entstanden während einer persönlichen Konfliktphase. Der Konflikt und die Frage, wie unterschiedliche Seiten wieder zueinanderfinden können, haben sich ganz automatisch in meiner Arbeit wiedergefunden. Die beiden Gemälde gehören zusammen und gehen visuell ineinander über. Es sind zwei eigenständige Werke, die miteinander verbunden sind und unterschiedliche Seiten desselben Konflikts zeigen.

Solche Arbeiten plane ich nicht auf diese Weise. Ihre Bedeutung entwickelt sich oft erst im Prozess. Wenn ein Werk entsteht, öffne ich mich diesem Moment und lasse mich darin fallen.

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Wenn Kunst zum Ventil wird

In schweren Phasen entsteht bei mir oft eine ganz besondere Intensität. Wie bei vielen Künstlern komme ich dann fast in einen Rausch und verarbeite vieles ganz automatisch über meine Kunst.

Das Malen wird in solchen Momenten zu einem Ventil, zu einer Sprache für Dinge, die sich nicht in Worte fassen lassen. Gefühle überlagern sich, verändern sich und finden über Farbe und Bewegung ihren Weg nach außen.

Gerade in solchen Momenten entstehen oft sehr individuelle und prägnante Werke, weil sie nicht aus einem festen Plan heraus entstehen, sondern direkt aus dem Gefühl.

Vielleicht ist genau das für mich einer der ehrlichsten Teile meiner Kunst. Sie zeigt nicht nur das Schöne oder Geordnete, sondern auch das Dazwischen. Die Phasen, in denen noch nichts gelöst ist. Die Momente, in denen etwas entsteht, sich verändert oder überhaupt erst seinen Ausdruck findet.

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Worauf ich bei meinen Gemälden besonders achte

Neben dem emotionalen Prozess spielt für mich auch die Qualität eines Werkes eine große Rolle.

Ich arbeite mit unterschiedlichen hochwertigen Materialien, nicht um Effekte um ihrer selbst willen zu erzeugen, sondern um Tiefe, Bewegung und Resonanz entstehen zu lassen. Acrylfarben, Pigmente, Ölkreiden, Sprays und unterschiedliche Strukturen reagieren jeweils anders miteinander und geben einem Werk seinen eigenen Charakter.

Viele meiner Gemälde entstehen auf handbespannten Leinwänden, die ich selbst baue. Ich wähle Stoffe und Materialien bewusst aus, bereite die Leinwände vor und beschäftige mich auch mit den letzten Arbeitsschritten wie Schutz und Versiegelung. Qualität und Langlebigkeit sind für mich dabei genauso wichtig wie der kreative Prozess selbst.

Da ich nicht in Vollzeit male und viele dieser Arbeitsschritte selbst übernehme, entstehen meine Werke nur in begrenzter Anzahl. Ich produziere keine großen Serien. Jedes Gemälde braucht seine eigene Zeit und entsteht dann, wenn dafür der richtige Raum da ist. Dadurch bleiben meine Arbeiten bewusst limitiert.

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Die Geschichte hinter meiner Kunst

Mein Vater hat mir die Kunst früh eröffnet. Von ihm habe ich einen großen Teil meiner Kreativität mitbekommen. Er konnte wunderbar malen und zeichnen, liebte es, kreativ zu sein, und für mich war immer klar, dass er in seinem Herzen Künstler war.

Von ihm habe ich aber nicht nur die Freude am Gestalten übernommen. Auch diese hohe Sensibilität, das intensive Wahrnehmen von Farben, Stimmungen und Emotionen und die starke Reaktion darauf verbinde ich mit ihm. Er hat mir beigebracht, genauer hinzuschauen und meiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

Auch wenn er meine Werke heute nicht mehr sieht, steckt vieles von dem, was er mir mitgegeben hat, in meiner Kunst. Meine Werke sind deshalb auch ihm gewidmet.

Vieles von dem, was ich heute in meiner Kunst ausdrücke, hat dort seinen Anfang genommen.

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Zwei Werke und Gefühl

Kompromisse entstand während einer persönlichen Konfliktsituation. Die beiden Werke spiegeln diese erstaunlich unmittelbar wider: zwei unterschiedliche Seiten, Spannung und Distanz, aber gleichzeitig eine sichtbare Bewegung aufeinander zu. Für mich zeigen sie besonders deutlich, wie präzise abstrakte Kunst einen erlebten Moment ausdrücken kann, ohne ihn konkret darstellen zu müssen.

Hinter den Kulissen

Viele Schritte entstehen bei mir von Hand. Ich wähle meine Materialien bewusst aus, schneide hochwertiges Leinen selbst zu, bespanne meine Leinwände und kümmere mich auch um den abschließenden Schutz durch Firnis.

Ein Ausschnitt aus dem Entstehungsprozess

Manche Werke entstehen innerhalb weniger Tage, andere entwickeln sich über Wochen oder Monate. Dieses Werk war eines von denen, die plötzlich da sind. Fast ohne Nachdenken, direkt aus dem Gefühl heraus. Der Names des Werkes ist Inner Garden. Es ist aus dem Gefühl entstanden, dass wir einen eigenen Garten in uns tragen.

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